Gibt es Sportarten, die man bei Hämorrhoiden meiden sollte?

Fit sportlich

Grundsätzlich hilft Bewegung, Hämorrhoidalbeschwerden zu vermeiden. Sportarten, die einen hohen Druck auf die Beckenbodenmuskulatur erzeugen, sind jedoch weniger geeignet. Gewichtheben, Kraftsport, auch im Fitness-Bereich oder z. B. Volleyball, wo viel gesprungen wird, sind nicht zu empfehlen. Schwimmen und Gymnastik dagegen sind unbedenklich.

Krafttraining birgt die Gefahr, dass beim Anspannen der Bauchmuskeln und beim Lasten-Stemmen, der Druck auf den Beckenboden zu groß wird und ihn in der Folge langfristig schwächt. Ein Bauchgurt kann dieses nicht verhindern. Tritt Blut im Stuhl auf, muss die Herkunft von einem Arzt geklärt werden, da auch ein Mastdarmvorfall (Rektumprolaps) dafür verantwortlich sein kann. In diesem Fall wird das Ende des Mastdarms in den After gedrückt, was zu Beschwerden und auch zum unkontrollierten Abgang von Stuhl führen kann. Von diesen Risiken bleiben auch junge Menschen nicht verschont.

Fahrradfahren begünstigt dagegen keine Hämorrhoiden Beschwerden, auch kein harter Fahrradsattel. Wegen der entlastenden Wirkung auf den Beckenbogen wird Radfahren sogar empfohlen. Anders dagegen stellt sich die Situation dar, wenn stark vergrößerte oder nässende Hämorrhoiden vorliegen, hier besteht beim Fahrradfahren die Gefahr einer Entzündung.

 

Letzte Aktualisierung: 27.11.2013